Mit über 150 Filmen zählt
John Wayne zu den größten Ikonen des Western-Genres. Doch ein Film sticht bei seiner langen Vita besonders heraus. Das monumentale Historienepos Alamo war für den Schauspieler ein wahres Herzensprojekt, was ihn beinahe in den Ruin getrieben hätte. Heute läuft Alamo im TV.
Ohne Werbeunterbrechung könnt ihr das 2,5-stündige Westernepos am heutigen Montag, den 27. April 2026 um 20:15 Uhr auf Arte sehen. Die Wiederholung zeigt der Sender am 2. Mai um 13:50 Uhr. Alternativ ist Alamo aktuell auch bei Amazon Prime Video im Abo verfügbar.
John Waynes Westernklassiker Alamo erzählt von einer wahren Schlacht
Als Texas im Jahre 1836 seine Unabhängigkeit gegenüber Mexiko erklärt, will der mexikanische Diktator Santa Anna mit seiner 7.000 Mann starken Armee die Herrschaft über die neue Republik gewinnen. 187 Aufständische stellen sich in der Mission El Álamo dem übermächtigen Gegner. Die Texaner werden von Davy Crocket (Wayne) und Jim Bowie (Richard Widmark) angeführt in einem hoffnungslosen Kampf für die Freiheit.
Alamo ist ein ambitioniertes Westernwerk, dem man die große Leidenschaft des Regisseurs und Hauptdarstellers anmerkt. Dennoch kann die Spannung in den 192 Minuten nicht ganz gehalten werden. Kritiken (via Rotten Tomatos ) bemängeln oftmals den stark pathetischen Ton und die romantisierte Darstellung des Kampfes.
Wenngleich die historischen Ereignisse nicht korrekt wiedergegeben werden, überzeugt Alamo allerdings beim Set-Design mit detailgetreuen Kulissen. Visuell beeindruckt Alamo ebenfalls, insbesondere bei den Massenszenen der Schlachten, und besticht auch sonst durch eine emotionale Ernsthaftigkeit. Der Film war für sieben Oscars nominiert, gewann aber nur in der Kategorie Bester Ton.
John Wayne verlor durch Alamo 1,5 Millionen Dollar
Obwohl Alamo bei der Oscar-Verleihung honoriert wurde,
spielte der Film sein hohes Budget von damals 12 Millionen US-Dollar nicht wieder ein und hinterließ Wayne in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Der Schauspieler hatte bereits Ende der 40er Jahre für den Film gekämpft, scheiterte an den Studios aber anhand der hohen Produktionskosten.
1952 realisierte er dann seinen Traum mit einer eigenen Produktionsfirma. Ein weiterer Geldgeber war ein texanischer Ölmagnat und das Studio United Artists. Sie stimmten nur unter der Bedingung zu, dass Wayne auch die Hauptrolle übernahm, obwohl dieser ursprünglich nur Regie führen wollte. Die fehlenden 1,5 Millionen (inflationsbereinigt ca. 16 Millionen) investierte der Star aus eigener Tasche in sein Herzensprojekt, was ihn beinahe in den Bankrott getrieben hätte.
Die Hintergründe erinnern an Kevin Costners epischen Westerndreiteiler Horizon, durch dessen hohe Eigeninvestition der Schauspieler ebenfalls in finanzielle Schwierigkeiten geriet und gleich mehrfach verklagt wurde.
Nach 66 Jahren ist Alamo aber noch immer ein beeindruckender Western, der wegen seiner visuellen Kraft und der epischen Schlacht um die texanische Freiheit im Gedächtnis bleibt.
Source:
www.moviepilot.de





