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Batman-Bösewicht bekommt nach 80 Jahren eigenen Film: Der Clayface-Teaser erinnert an den unheimlichsten The Dark Knight-Moment

Obwohl es im Superheldenkino oft um Verwandlungen geht, machen die meisten Filme einen großen Bogen um Body-Horror. Ausnahmen wie die Two-Face-Enthüllung in The Dark Knight bestätigen die Regel. Bis heute sorgt der Moment, in dem Harvey Dent seine durch eine Explosion entstellte Gesichtshälfte zeigt, für Unbehagen.

Genau an dieses Bild schließt der nächste DC-Film an: Clayface.

Erster Teaser-Trailer zu Clayface: James Gunns DC-Universum wagt Körper-Horror

Natürlich haben wir es hier mit keinem Ableger von Christopher Nolans Batman-Trilogie zu tun. Das Projekt bettet sich in das von James Gunn geschaffene DC Universe ein, das filmtechnisch bislang aus Superman und dem im Juni startenden Supergirl besteht. Clayface geht in eine völlig andere Richtung, wie der Teaser zeigt.

Macht euch bereit auf den ersten waschechten Horrorfilm aus dem DCU. Das makellose Gesicht von Hauptdarsteller Tom Rhys Harries werden wir nicht lange sehen. Wie auch Harvey Dent liegt der von ihm verkörperte Matthew « Matt » Hagen mit Gesichtsverband im Krankenhaus und verwandelt sich in ein Monster … ein Monster aus Lehm.

Hier könnt ihr euch den deutschen Teaser-Trailer zu Clayface anschauen:

Clayface – Teaser (Deutsch) HD

Zu Beginn der Geschichte lernen wir Matt als aufstrebenden Schauspieler in Gotham City kennen. Vor allem im Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich fühlt er sich wohl. Nach einer schicksalhaften Begegnung mit einem Gangster ist sein Gesicht entstellt. Verzweifelt wendet sich Matt an die Wissenschaft – mit verheerenden Folgen.

« Ist dir schon mal aufgefallen, dass du das schönste Gesicht hast? », heißt es nach den Lyrics der Flaming Lips in der unheimlichen Cover-Version von Do You Realize?? auf der Tonspur. Dazu erscheinen in dramatischen Schnitten folgende Worte: « Schau der Angst ins Gesicht. » Von Matts Gesicht ist aber bald nicht mehr viel übrig.

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Batman-Bösewicht: Clayface wütet seit über 80 Jahren als Lehmmonster im DC-Universum

Schon in den Comics war Clayface einer der gruseligen Batman-Bösewichte, der mit seiner sich ständig verwandelnden Form für Angst und Schrecken sorgte. Ihren ersten Auftritt hatte die von Bill Finger und Bob Kane erdachte Figur 1940 in Detective Comics #40. Über acht Dekaden später liefert sie ihr Leinwanddebüt ab.

Clayface zeigt uns allerdings keinen klassischen Schurken. Vielmehr lernen wir Matt Hagen als tragische Figur kennen, die sich in einen Antihelden verwandelt. Die Idee für den Film hatte Horror-Experte Mike Flanagan (Spuk in Hill House) bereits 2021 – inspiriert von der Clayface-Doppelfolge Feat of Clay aus der Batman-Animationsserie.

Im alten DC Extended Universe (2013-2023) kam sein Film nicht zustande. Als Flanagan das Projekt später erneut pitchte, zeigte sich James Gunn sehr angetan. Obwohl er die Figur ursprünglich gar nicht für einen Solofilm in seinem DC-Universum vorgesehen hatte, baute Gunn Clayface spontan ins Line-up ein.

Flanagan konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die Regie übernehmen, da er mit The Exorcist und Carrie andere Verpflichtungen hatte. Daraufhin wurde der ebenfalls aus dem Horror-Bereich stammende James Watkins (Eden Lake) als Regisseur engagiert und Hossein Amini (Drive) überarbeitete das ursprüngliche Drehbuch.

Clayface ist eine Hollywood-Story, die sich vor dem Meister des Körper-Horrors verbeugt

Laut Gunn soll der Film immer noch Flanagans emotionalen Kern beinhalten und sich wie eine Hollywood-Horror-Story anfühlen, die keine Gefangenen macht und sich an Body-Horror-Klassikern wie Die Fliege von David Cronenberg orientiert. Außerdem spannend: Clayface kommt nicht als epischer Comic-Blockbuster ins Kino.

Stattdessen hat Gunn dem Projekt mit einem Budget von angeblich nur 40 Millionen US-Dollar grünes Licht gegeben, sodass sich das Team bei der Umsetzung mehr kreative Freiheiten nehmen kann. Geplant ist sogar, Clayface in den USA mit einem R-Rating ins Kino zu bringen, was hierzulande einer FSK 16 oder FSK 18 entspricht.

Passend dafür wurde der Kinostart in die Spooky-Season gelegt. Clayface erobert ab dem 22. Oktober 2026 die große Leinwand und bietet sich somit perfekt als Halloween-Event mit DC-Anbindung an. Wenn ihr schon mal ein bisschen auf dem Geschmack kommen wollt, sei auch die Animationsserie Creature Commandos empfohlen.

Darin leiht Alan Tudyk dem Antihelden seine Stimme, nachdem er das bereits in der Harley Quinn-Serie getan hat. Theoretisch bricht James Gunn hier mit seiner eigenen Regel. Denn eigentlich sollten alle DCU-Figuren von derselben Person gespielt werden, egal ob es sich um einen Film, eine Serie oder ein Videospiel handelt.

Doppelte Clayface-Besetzung: James Gunn hat sein DCU-Versprechen doch nicht gebrochen

Da Tudyk aber in erster Linie als Alex Sartorious aka Doctor Phosphorus für Creature Commandos gecastet wurde und Clayface eher ein kleiner Sidegig für ihn ist, hat Gunn offenbar eine Ausnahme gemacht. Tom Rhys Harries, bekannt aus den Serien White Lines und Suspicion, kann sich die Rolle fortan zu eigen machen.

Harries war nicht der einzige Kandidat für die Rolle. Gunn hatte anfangs prominentere Namen im Blick, etwa Tom Blyth (The Ballad of Songbirds and Snakes), Jack O’Connell (Blood & Sinners), George MacKay (1917) und Leo Woodall (Zwei an einem Tag). Schlussendlich konnte sich Harries gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Das Casting passt zu Gunns bisheriger Vorgehensweise: Schon Superman und Supergirl besetzte er mit Stars, die noch nicht das schärfste Profil in Hollywood hatten, aber fraglos im Kommen waren. Während man David Corenswet vor Clark Kent aus diversen Netflix-Produktionen kannte, sorgte Milly Alcock in House of the Dragon für Aufsehen.

Ob Harries auch in zukünftigen Filmen und Serien auftritt, ist bis dato unklar. Clayface ist tatsächlich aber nicht das einzige kommende Projekt mit Horror-Wurzeln. Auch ein Swamp Thing-Film befindet sich in Entwicklung. James Gunn denkt sein DC-Universum definitiv in mehrere Genre-Richtungen – mit erstaunlich viel Körperhorror.


Source:

www.moviepilot.de

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