Über 12 Staffeln hat sich die Nerd-Sitcom The Big Bang Theory zu einer der beliebtesten überhaupt entwickelt. Wenig überraschend lebt das Franchise nach dem Ende der Hauptserie mit mehreren Ablegern weiter. Nach Young Sheldon und Georgie & Mandy startet bei dem Streaming-Dienst HBO Max in Kürze das dritte Spin-off Stuart Fails to Save the Universe.
Darin bekommen Fans einige Änderungen, die das TBBT-Universum ordentlich auf den Kopf stellen. Ich konnte Stuart Fails to Save the Universe vorab schauen und erkläre euch spoilerfrei, was ihr von dem neuen Ableger erwarten könnt.
In Stuart Fails to Save the Universe bricht pures Sci-Fi-Chaos im Nerd-Kosmos aus
Das TBBT-Spin-off beginnt in einer Mad Max-ähnlichen Postapokalypse voller Zerstörung und Kannibalismus, in der die bisherige Nebenfigur Stuart Bloom (Kevin Sussman) noch immer seinen gewohnten Comicbuchladen betreibt. Hier bekommt er zusammen mit seinem Kumpel Bert (Brian Posehn) Besuch von einem alternativen Stuart, der ihn zum Auserwählten kürt.
Hier könnt ihr noch einen deutschen Trailer zum neuen TBBT-Spin-off schauen:
Stuart Fails to Save the Universe – S01 Trailer (Deutsch) HD
Der Stuart aus der dystopischen Realität soll eine Maschine nutzen, die von Sheldon und Leonard erschaffen wurde und außer Kontrolle geraten ist, um das Chaos im Multiversum rückgängig zu machen. Während Stuart seine alte Liebe Denise (Lauren Lapkus) wiedertrifft, die mittlerweile mit einem anderen Mann zusammen ist, entpuppt sich als böser Herrscher dieser postapokalyptischen Welt ausgerechnet Barry Kripke (John Ross Bowie). Schließlich werden alle Vier durch das Multiversum in alternative Realitäten geschickt, wo sie unglaublich bizarre Dinge erleben – und überleben – müssen.
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Der neue TBBT-Ableger besticht mit abgedrehten Ideen, die nur gelegentlich verpuffen
Schon ab der ersten Folge ist klar, dass sich Stuart Fails to Save the Universe stark von den bisherigen Serien aus dem Sitcom-Universum abhebt. Das neue Spin-off ist nämlich gar keine Sitcom, verzichtet auf die altbekannten Publikumslacher auf der Tonspur und entfesselt stattdessen schräge, kleine Science-Fiction-Szenarien. Dadurch rückt Stuart Fails to Save the Universe näher an experimentelle Genre-Formate wie Doctor Who, Black Mirror oder Marvels WandaVision.
Vor allem zu Beginn sorgt das frische Konzept für viele lustige und kreative Situationen. Wenn Stuart & Co. zum Beispiel nach der Postapokalypse im genauen Gegenteil landen und sich in einer Welt durchschlagen müssen, in der alle aufgrund von Kontrolleinheiten immer überfreundlich sind und jedes kleine Fluchen bestraft wird, entsteht aberwitzige Situationskomik. Hinzu kommt eine härtere Gangart als bei The Big Bang Theory, durch die auch einige brutale und blutige Einschübe ihren Weg in die Episoden finden.
Der Witz selbst lebt aber wie gewohnt von dem immer noch perfekt aufeinander abgestimmten und eingespielten Ensemble, in dem die Sidekicks aus der Hauptserie in den Mittelpunkt rücken. Sie können die kurzweilige Serie mühelos allein tragen.
Stuart Fails to Save the Universe kommt dabei maximal snackable daher, denn länger als 24 Minuten sind die Episoden des Ablegers nie. Mehrere Folgen im späteren Teil der ersten Season sind sogar nur 15 bis 18 Minuten lang. Dieses kurzweilige Tempo wird dem Sci-Fi-Exzess aber auch manchmal zum Verhängnis, denn im Mittelteil verpuffen einzelne Folgen der Serie geradezu. Hier werden lediglich mäßig witzige Ideen präsentiert (zum Beispiel, dass alle Figuren plötzlich Verdauungstrakte wie Kühe haben) und bemüht auf Episodenlänge ausgedehnt.
Gegen Ende dieses Multiversumschaos, das überraschend viele bekannte Stars und Charaktere aus der Hauptserie auftreten lässt (an dieser Stelle wird niemand davon verraten), fängt sich Stuart Fails to Save the Universe aber und feuert nochmal einfallsreich aus allen Rohren. Gerade das Staffelfinale fällt mit seiner abstrusen Meta-Idee unerwartet berührend aus.
Auch wenn die Spezialeffekte einer kleineren Serie wie dieser nicht mit großen Kinoproduktionen mithalten können und die ganz großen Gags und denkwürdigen Momente aus TBBT fehlen, entpuppt sich Stuart Fails to Save the Universe durch seinen oft ungebremsten Sci-Fi-Schabernack als ebenso kurzweiliger wie frischer Wind.
Stuart Fails to Save the Universe startet am 24. Juli 2026 bei HBO Max. Die erste Staffel umfasst insgesamt zehn Folgen, die einzeln im Wochentakt veröffentlicht werden. Als Basis für diesen Serien-Check diente die komplette 1. Staffel.
Source:
www.moviepilot.de






